Der Ladedrucksensor wird auch MAP-Sensor genannt. Er ist in bestimmten Fahrzeugtypen eingebaut und ermöglicht es dem Steuergerät, verschiedene Informationen über die Motoransaugung wie die Einspritzdauer zu berechnen.
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Wofür wird der Ladedrucksensor verwendet?
Der Ladedrucksensor ist vor allem in Dieselfahrzeugen mit Turbolader zu finden.
Die Aufgabe des MAP-Sensors (Manifold Absolute Pressure, auf Deutsch: Absolutdruck im Ansaugkrümmer) besteht darin, den Ansaugdruck der Luft zu messen, wenn diese in den Motor gelangt. Diese Informationen werden an das Motorsteuergerät übermittelt, das dann die eingespritzte Kraftstoffmenge anpasst.
Über den Turbolader
Da der Ladedrucksensor in Diesel- oder Benzinfahrzeugen mit Turbolader eingebaut ist, ist es notwendig, zunächst den Turbolader und seine Funktionsweise zu erklären.
Im Jahr 1916 entwickelte Auguste RATEAU ein Turbolader-Modell für Flugzeugmotoren. Diese Technologie wurde in den 1930er Jahren auf Sportwagen angewendet. Doch erst 1962 wurde die erste kommerzielle Version des Turbos verkauft.
Der Turbolader wird in Verbrennungsmotoren, sowohl Benzin- als auch Dieselmotoren, eingebaut. Seine Aufgabe ist es, die Motorleistung zu steigern. Sein Funktionsprinzip besteht darin, den Druck der angesaugten Gase zu erhöhen, um eine bessere Zylinderfüllung mit Luft zu ermöglichen.
Der Turbo kann somit die Motorleistung und den Wirkungsgrad steigern und gleichzeitig den Kraftstoffverbrauch bei einem Motor mit kleinerem Hubraum senken.
Der Turbolader besteht aus einer Turbine, die durch den Abgasstrom des Motors angetrieben wird. Diese Turbine ist über eine Welle mit einem Verdichter verbunden, der sich im Ansaugkanal des Motors befindet.
Der Verdichter saugt die Umgebungsluft an, komprimiert sie und leitet sie in die Zylinder. Dadurch wird die Zylinderfüllung im Vergleich zu Fahrzeugen ohne Turbolader verbessert. Bei diesen Fahrzeugen erfolgt die Zylinderfüllung durch den Unterdruck, der entsteht, wenn der Kolben während der Ansaugphase nach unten geht.
Funktionsweise des MAP-Sensors
Die Einführung des Turbos erforderte einige Anpassungen am Motor. Es war notwendig, ein Bauteil hinzuzufügen, das den Luftdruck im Ansaugtrakt überwacht: den MAP-Sensor.
Der MAP-Sensor besteht aus einer Keramik, die druckempfindliche Messwiderstände enthält. Wenn der Ladedrucksensor einen Druckabfall oder -anstieg wahrnimmt, übermittelt er diese Information an das Motorsteuergerät, das entsprechend auf die erfassten Daten reagiert.
Diagnose des Ladedrucksensors
Symptome eines defekten MAP-Sensors
Wenn Ihr Ladedrucksensor defekt ist, können folgende Symptome auftreten:
- Der Leerlauf Ihres Fahrzeugs ist unregelmäßig.
- Sie bemerken erhebliche Leistungsverluste. Dies äußert sich in einem plötzlichen Ausfall der Aufladung beim Betätigen des Gaspedals.
- Ihr Fahrzeug beschleunigt ruckartig.
- Die orangefarbene Motorkontrollleuchte Ihres Fahrzeugs leuchtet auf dem Armaturenbrett.
Test des Ladedrucksensors
Um zu überprüfen, ob der Ladedrucksensor tatsächlich defekt ist, können Sie ein Diagnosegerät verwenden.
Dazu müssen Sie zunächst Ihren OBD-Anschluss finden. Wenn Sie nicht wissen, wo dieser sich befindet, können Sie unsere App "Où est ma prise OBD2 Find it!" nutzen.
Schließen Sie anschließend Ihr Diagnosegerät an und führen Sie die Diagnose durch.
Hier ist eine Liste der generischen Fehlercodes, die mit dem Ladedruck zusammenhängen:
- P0540: Anormale Eingangsspannung im Ansaugluftheizkreis erkannt
- P0234, P0235: Motoraufladezustand
- P0236, P0237, P0238: Absolutdrucksensor des Ansaugkrümmers A
- P0239, P0240, P0241, P0242: Absolutdrucksensor des Ansaugkrümmers B
Um den Ladedrucksensor mit der EOBD-Facile-Software zu überprüfen, gehen Sie wie folgt vor:
Öffnen Sie die EOBD-Facile-App. Sie finden sie im Apple Store und im Google Play Store. Klicken Sie auf die Registerkarte "Messung", dann auf "Tabelle" und schließlich auf "Vollständige Liste".
Wählen Sie anschließend den Code 0-0B-0, der dem Ansaugrohrdruck entspricht, und den Code 0-10-0, der dem Ansaugluftdurchfluss entspricht. In diesem Beispiel beträgt der Ansaugrohrdruck 1 bar, wenn der Motor aus ist. Der Luftdurchfluss beträgt 0 g/s.
Was sind die Ursachen für den Defekt?
Hier sind die möglichen Ursachen für einen Defekt des Ladedrucksensors:
- Ein Leck im Ansaugrohr
- Der Luftfilter ist möglicherweise verschmutzt und/oder funktioniert nicht richtig
- Der Ansaugkrümmer könnte verstopft sein
- Der Sensor selbst könnte defekt sein
- Es könnte ein Problem mit dem Kabelbaum vorliegen
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Wie ersetzt man den Ladedrucksensor?
Beispiel am Renault Grand Scenic 2
Entfernen Sie zunächst den Minuspol der Batterie.
Lokalisieren Sie dann den Ladedrucksensor. Beim Grand Scenic 2 befindet er sich auf der rechten Mitte des Motors, etwas links von der Batterie, wenn man vor dem Motor steht.
Sobald Sie den Sensor gefunden haben, trennen Sie seinen elektrischen Stecker (1). Lösen Sie dann die Befestigungsschraube (2).
Ziehen Sie den Sensor vorsichtig heraus! Vergleichen Sie den alten Sensor mit dem neuen, um sicherzustellen, dass die Informationen übereinstimmen.
Schließen Sie den neuen Ladedrucksensor an der vorgesehenen Stelle an und setzen Sie alle Zubehörteile wieder ein, die Sie für diese Arbeit entfernt haben. Sie können überprüfen, ob alles korrekt funktioniert, indem Sie ein Renault-Diagnosegerät an Ihren Scenic anschließen.
